Ist in verarbeiteten Produkten tatsächlich das enthalten, was die Zutatenliste verspricht? Enthält die Geflügel-Mortadella wirklich kein Schweinefleisch? Diesen Fragen gingen die Schülerinnen und Schüler des Biologie-Leistungskurses der Stufe Q1 am 17. Februar im Schülerlabor der Ruhr-Universität Bochum nach. In Anlehnung an den Unterricht führten sie im Rahmen des Projektes „Schwein oder nicht Schwein? Das ist hier die Frage“ gentechnische Analysen durch, um möglichen Produktfälschungen auf die Spur zu kommen.

Das Projekt vermittelte ihnen wichtige Kenntnisse über Werkzeuge und Verfahrensschritte der Molekularbiologie. So konnten sie die aus dem Unterricht bekannten Methoden nun auch in der Praxis erproben: Bestimmte DNA-Abschnitte, die zur Identifizierung von Schweinefleisch und anderen tierischen Produkten benutzt werden sollten, wurden mithilfe der Polymerase-Kettenreaktion (PCR) selektiv vervielfältigt und mittels der Gelelektrophorese analysiert. Dabei übten die Schülerinnen und Schüler nicht nur den Umgang mit Mikropipetten, Digital-Präzisionswaagen und einem Thermocycler, sondern sie erhielten auch einen kleinen Einblick in den Berufsalltag der Biologen.