Jede Stimme zählt!

Europa hat gewählt, und 472 Schülerinnen und Schüler unserer Jahrgangsstufen 7 bis 11 haben es auch getan. Wie das? Die Juniorwahl ist ein bundesweites Schulprojekt zur politischen Bildung, an dem seit 1999 bereits mehr als drei Millionen Jugendliche teilgenommen haben, und dieses Mal war unsere Schule auch mit von der Partie. Im gesellschaftswissenschaftlichen Unterricht wurden die Schüler zuvor nicht nur mit den tatsächlichen Wahlmodalitäten und der Programmatik der einzelnen Fraktionen des Europäischen Parlaments vertraut gemacht, es wurden auch strukturelle Fragen debattiert – etwa die, wie viel politischen Gestaltungsspielraum das Parlament im Rahmen der übrigen europäischen Institutionen, aber auch gegenüber den nationalen Regierungen tatsächlich hat. So trat man denn am Riesener-Gymnasium wohlvorbereitet an die Wahlurne – und manch einer mag es, vielleicht gar nicht einmal zu Unrecht, bedauert haben, dass seine Stimme (noch) nicht wirklich gezählt hat.

Und die Ergebnisse? SoWi-Lehrerin Anika Arkenau, die das aufwändige Projekt koordinierte, konnte am Ende erfreut resümieren, das 95 Prozent unserer Schülerinnen und Schüler proeuropäisch gewählt haben. Mit 33, 4 Prozent lagen dir Grünen deutlich vorn, gefolgt von der SPD mit 18 Prozent und, was durchaus eine Überraschung ist, den Freien Demokraten, die sich mit 13, 5 Prozent noch vor der CDU und der Linken platzieren konnten. Zum Vergleich: Auch bei den tatsächlichen Erstwählern schnitten die Grünen bundesweit mit 36 Prozent am besten ab, auf Platz 2 liegt hier die Union mit elf Prozent, auf Platz 3 Martin Sonneborns satirisch-subversive PARTEI mit neun Prozent, die bei uns nur einen Stimmenanteil von gerade einmal zwei Prozent erzielt hat.– Tja, an einer Europaschule wird Europa eben ernstgenommen…

Durchgeführt wurde die Juniorwahl in unserem Lernzentrum