Unter Schülerinnen und Schülerinnen wurde sie vor allem wegen ihren qualifizierten, praxisnahen Erdkunde- und Biologieunterrichts geschätzt, im Kollegium für ihre fast unerschütterlich anmutende, oft ausgleichend wirkende Freundlichkeit, und alle, die sie näher kennen, lieben ganz besonders ihre Begabung zum Zuhören und zum Erzählen. – Es ist schon ein bisschen schade, dass die Verabschiedung von Annette Strathmann-Goßen notgedrungen in aller Stille vor sich gehen musste. Denn sie hat das Riesener-Gymnasium nicht nur als Lehrerin geprägt, sondern auch in anderer Hinsicht – sei es nun als engagierte Fachvorsitzende, sei es als Mitglied des Lehrerrats, dessen Vorsitz sie sich seinerzeit mit Winfried Klutzny teilte. Und: Sie arbeitete zwei Jahrzehnte lang als Stufenleiterin – das ist viel. Der entscheidende Grund: Frau Strathmann-Goßen empfand das Riesener-Gymnasium von Beginn an nicht als sterile „Wissensvermittlungsfabrik“, sondern als einen Ort, an dem Schülerinnen und Schüler sich aufgehoben fühlen, an dem sie in den Lehrkräften zugleich Ansprechpartner finden können, und sie wollte selbst dazu beitragen, dass das so bleibt – was ihr ganz gewiss gelungen ist!

Geschätzt hat sie übrigens auch den freundlichen kollegialen Umgang miteinander, in dem neben dem Fachlich-Organisatorischen immer zugleich Platz für Zwischenmenschlich-Privates blieb. Der Schulgemeinde wünscht sie, dass sich daran auch in Zukunft nichts ändert.

Liebe Annette, wir werden darauf achten. Und Dich vermissen, das werden wir auch.

ju.

Alles Gute! Und schau gelegentlich mal vorbei…