Wissenschaft auf Briefmarken

Eine Ausstellung im Foyer des Riesener-Gymnasiums demonstrierte, wie sich Abstraktionen veranschaulichen lassen.

Natürlich hat Ingrid Kasten als Kind selbst einmal Briefmarken gesammelt, aber die Idee, darauf abgebildete Motive aus der Welt der Naturwissenschaften einzuscannen, zu vergrößern und zu laminieren, ist sie erst als Chemielehrerin gekommen: als sie nämlich auf der Suche nach Plakaten war. Die daraus hervorgegangene Ausstellung verdeutlicht nicht nur die beachtliche Kunstfertigkeit, mit der Grafiker aus dem In- und Ausland komplex-abstrakte Zusammenhänge bzw. Erkenntnisse wie die Mendelschen Gesetze oder die Einsteinsche Relativitätstheorie visualisierten, sie könnte auch helfen, bei Kindern Interesse für die dargestellten Sachverhalte zu wecken. Und wer weiß, vielleicht trägt sie obendrein dazu bei, dass sich der eine oder die andere in der Adventszeit wieder auf die anachronistische Kulturtechnik des Briefeschreibens besinnt?

Vor den bunten Foyerfenstern kommen die Motive besonders gut zur Geltung