Unser Theaterprojekt

Seit 1983 bietet das Riesener-Gymnasium seinen Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, innerhalb des Theaterprojekts kreativ zu arbeiten und schauspielerische Erfahrungen zu sammeln. Initiatoren waren die Lehrer Winfried Klutzny und Ulrich Döing, welche mit der Gründung der Theatergruppe an eine in den Sechziger- und Siebzigerjahren vernachlässigte lange Theatertradition des Riesener-Gymnasiums anknüpfen konnten. Sie leiten unser Theaterprojekt bis heute. Während das Theaterprojekt zunächst eine reine Arbeitsgemeinschaft war, besteht seit 1994 in der Sekundarstufe II die Möglichkeit, sich die Mitarbeit in der Gruppe als Literaturkurs anerkennen zu lassen.

Gestartet wurde vor einem Vierteljahrhundert mit der Aristophanes-Komödie „Lysistrata“ und dem Bühnenstück „Die neuen Leiden des jungen W.“ von Ulrich Plenzdorf, das vielen sicher eher in der Erzählfassung bekannt ist. Mittlerweile blickt die Schule stolz auf 26 Premieren zurück, von denen dem Publikum viele dauerhaft im Gedächtnis geblieben sind. Das Spektrum der Autoren reicht von Sophokles bis Ionesco, von Goldoni bis Brecht, das Spektrum der Bühnenformate von der klassischen Tragödie bis zur szenischen Collage mit selbst verfassten Texten. Auch wenn zuletzt natürlich die Regisseure entscheiden, sind alle Teilnehmer aufgefordert, selber Stücke vorzuschlagen, die sie gern aufführen möchten.

Natürlich ist der Aufwand, der jeder Premiere vorausgeht, nicht zu unterschätzen. Namentlich in der eigentlichen Probenphase kann niemand vorab sagen, wann die tägliche Arbeit beendet ist – zumal hier neben dem Training auf der Bühne auch zahlreiche Koordinations- und Organisationsleitungen verlangt werden. Aber bis dahin ist noch jeder Kurs zu einem eingeschworenen Team geworden, in dem sich einer auf den anderen verlassen konnte. Und noch jedem Kurs war letztendlich die Begeisterung des Publikums der verdiente Lohn für die ausgestandenen Mühen! So war es bis jetzt, und so wird es auch bleiben: Denn mit der Einrichtung eines musischen Zentrums werden sich auch die Rahmenbedingungen für die Theaterarbeit mittelfristig noch verbessern.