GLADBECK.  Für den Science-Fair-Wettbewerb arbeiteten die Neuntklässler des Riesener-Gymnasiums an ausgewählten Themen. Die Besten wurden ausgezeichnet.

Katzen-Agility, künstliche Befruchtung oder Plastik im Meer. Obwohl diese Themen sehr verschieden sind, zieren entsprechende Plakate die Klassenräume der Neuntklässler am Riesener-Gymnasium. Schließlich wurden dort am 22. November die Gewinner des Science-Fair-Wettbewerbs ausgezeichnet.

Alle Schüler der vier neunten Klassen bearbeiteten ein eigens ausgesuchtes Thema aus ihrem Alltag. „Die Themen sollten nichts mit den Unterrichtsinhalten zu tun haben“, erläuterte Lehrerin Anja Vielhauer. Bereits zum zehnten Mal lief der Wettbewerb, bei dem ungefähr 100 Schüler des Jahrgangs ein Plakat und eine Mappe außerhalb des Unterrichts erstellten. Auf die Schulnoten hat die Platzierung beim Science-Fair-Wettbewerb daher keinen Einfluss. „Zu Beginn des Schuljahrs haben sich die Schüler Themen überlegt. Die Lehrer haben dann beim Fokussieren der Themen geholfen“, so Vielhauer weiter. Ziel ist es, dass die Schüler ihre ersten wissenschaftlichen Untersuchungen durchführen können.

Eine Jury bewertete die Projekte

Am Ende stand dann kein klassisches Referat auf dem Plan. Die Schüler mussten ihr Projekt stattdessen vor einer dreiköpfigen Jury, der Lehrer-, Schüler- und Elternvertreter angehören, verteidigen.

Von Klasse zu Klasse zogen die Ausgezeichneten am 22. November bei der Verkündung der Platzierungen und stellten sich gegenseitig ihre Ergebnisse vor. In jeder Klasse wurden drei Sieger gekürt, eine zweite Jury bestimmte schließlich noch drei Schulsieger.

Fünf Wochen ohne Fleisch

„Meine Mutter achtet darauf, was wir essen. So bin ich darauf gekommen, kein Fleisch zu essen“, erläuterte der 15-jährige Bastian Stremmer, der sowohl erster Klassen- als auch erster Schulsieger wurde. „Er hat sehr gut recherchiert und seine Ergebnisse hervorragend dokumentiert. Zuvor hat er Hypothesen aufgestellt und die im späteren Verlauf hinterfragt“, lobte Lehrer Jörg Judersleben den Schüler. Fünf Wochen lang verzichtete dessen gesamte Familie auf Fleisch. „Am Anfang der Herbstferien haben wir aber wieder damit aufgehört. So konnte ich in den Ferien wieder Fleisch essen“, erinnert er sich mit einem Lächeln.

Während des gesamten Zeitraums führte er Tagebuch, danach arbeitete er an seinem Plakat und seiner Mappe. „Ich wollte meinen Vater damit stolz machen“, erzählte der 15-Jährige. An sich selbst habe er während des Experiments kaum Unterschiede festmachen können. „Ich hatte mehr Hunger“, so Bastian Stremmer. Mit dem Verzicht habe er zwar keine Probleme gehabt, aber Vegetarier wolle er nicht werden.

Abschließend bewunderten die Achtklässler die Ergebnisse. Schließlich werden auch sie im kommenden Schuljahr ihre ersten wissenschaftlichen Kenntnisse sammeln.

Christina Teupen – 22.11.2017 – 17:08 Uhr