Nach der Party ist vor der Party

WAZ 08.01.2009

Über 1000 Jugendliche nahmen an der zweiten Vorabifete der drei Gladbecker Gymnasien teil. Gerockt wurde im Bottroper Prisma, weil’s in Gladbeck keine geeignete Location gibt.

Feiern bis der Arzt kommt – das war das Motto der Vorabifete einen Tag vor Schulbeginn in der Disco „Prisma” in Bottrop. Zwar sind die meisten Besucher erst angehende Abiturienten, doch dass sie feiern können wie solche, die es schon geschafft haben, haben sie nun bereits zum zweiten Mal unter Beweis gestellt. Selbst das kalte Wetter konnte den mehr als 1000 Partygästen die Tanz- und Feierlaune auf der RiesenHeiRatsfete nicht verderben. Zu House, R’n B, Pop und Songs der 90er Jahre wurde die Tanzfläche bis in die frühen Morgenstunden gerockt – und zwischendurch die Kontakte untereinander gepflegt. Viele Schüler kennen sich, da die Gladbecker Gymnasien beim Angebot der Leistungskurse miteinander kooperieren.

 

Dass die zwei Vorabifeten bisher so erfolgreich waren, ist besonders den Mitgliedern der Vorabifetenkomitees zu verdanken. Jennifer Dörr (18), Leiterin des zuständigen Komitees hat sowohl vor der Party als auch nach der Party allerhand zu tun. „Zunächst einmal mussten wir uns mit dem Prisma in Verbindung setzen. Anschließend wurden Verträge ausgehandelt, um die Finanzfragen zu klären“, berichtet sie. Schließlich wird das eingenommene Geld für die richtige Abiturfete in der Maschinenhalle Zweckel benötigt. „Nachdem solche Fragen geklärt sind, werden Flyer und Poster gedruckt, um auch ordentlich für die Party zu werben“, erklärt die Schülerin.

 

Zwei Wochen vor der Disconacht geht es dann in die heiße Phase: Die Flyer werden verteilt, die Poster in ganz Gladbeck und Bottrop aufgehängt und der Kartenverkauf organisiert. Um die Hütte voll zu kriegen, hatten sich die Organisatoren zudem einen besonderen Shuttleservice ausgedacht: Wagen des Taxiunternehmens Scholz pendelten ab 21 Uhr die ganze Nacht lang vom Gladbecker Oberhof bis zur Bottroper Diskothek (und zurück). Ausgehandelt hatten die angehenden Abirurienten auch einen günstigen Preis: Vier Euro (hin und zurück) kostete der Service im Vorverkauf, die Einzelfahrt gab’s für drei Euro am Discoabend. „Die sichere An- und Abreise lag uns besonders am Herzen. Denn wir hatten auch viele Besucher unter 18 Jahren, die mit dem Erziehungsbogen bis zum Ende der Veranstaltung bleiben konnten“, so Dörr.

 

Bewusst entschieden sich die drei Gymnasien übrigens gegen eine Location in Gladbeck. „Wir wollten eine richtige Disco haben, denn Vorabifeten sind zum Feiern da, nicht zum Beisammensitzen. Außerdem konnten wir in Gladbeck keine Location finden, die eine Besucherzahl in so einer Höhe aufnehmen kann“, erklärt die Schülerin.

Nach der Party ist vor der Party. Nach der erneut gelungenen Fete treffen sich nun die Komitees wieder, um Bilanz zu ziehen und die restlichen Formalitäten zu erledigen. Dann geht’s los mit der Planung der dritten und letzten Vorabifete. Eins weiß man jetzt schon: Damit’s nicht wieder zu eng wird, soll ein zweiter Bereich für Besucher geöffnet werden.

Trotz aller Partyaction: Das Abi machen die Schüler auch!