Monotonie? Keine Spur!

Zum Ausklang des Schuljahres servierten unsere Theaterkurse facettenreiche Inszenierungen.

Der DS-Kurs der Jahrgangsstufe 8 machte sich auf eine Berg-, nein, „Werkwanderung“, an deren lose miteinander verknüpften Stationen diverse Alltagsepisoden, aber auch spektakulärere Konflikte auf außerordentlich abwechslungsreiche Art in Szene gesetzt wurden; das Spektrum der theatralen Mittel, die der Kurs beherrschte und mit viel Spaß an der Sache einsetzte, reichte von der Pantomime über die Maskerade bis hin zur Improvisation.

Schöne Bescherung?

Faust im Schultheater? An Goethes Opus magnum scheiden sich bekanntlich die Geister, vor allem die der Schüler, unbestritten aber ist, dass der Konflikt zwischen Erkenntnisstreben und Einsicht in die damit verbundenen Opfer auch den modernen Menschen nicht kalt lässt. – Und den postmodernen? Der Theaterkurs der Stufe 9 brachte mit „Faust postmodern“ eine erfrischend zeitnahe, geradlinige und zugleich verspielte Version des Stoffes auf die auf die Bühne, die dem klassischen Drama respektlos und respektvoll zugleich ihre Reverenz erwies. Chapeau!

Heavenly kingdom? Heavy metal?

Der Literaturkurs der Oberstufe wiederum paraphrasierte die „göttlichen Tugenden“ des Ersten Korintherbriefes: „Glaube? Liebe? Wenig Hoffnung…“ hieß die szenische Collage, in der die Teilnehmer die drei Kategorien einfach einmal für sich betrachteten, sie ihrer metaphysischen Prägnanz entkleideten und – durchaus unter Einbezug persönlicher Erlebnisse, Beobachtungen und Pläne – auf ihre Triftigkeit überprüften. So stand denn Ernstes neben Kuriosem, Groteskes neben Burleskem, Loriot gewissermaßen neben Monty Python – und dem Publikum neben Begeisterung über die schauspielerischen Leistungen zuletzt auch etwas Nachdenklichkeit ins Gesicht geschrieben. So muss Theater sein!

Old economy? New economy?