Lernen lernen und Freiarbeit in der Erprobungsstufe

Bereits seit dem Schuljahr 1998/99 sind in den Jahrgangsstufen 5 und 6 zwei Wochenstunden als Freiarbeitsstunden ausgewiesen, in denen die Schülerinnen und Schüler weitgehend selbstbestimmt arbeiten, d. h. handelnd, forschend, entdeckend und erprobend lernen können. Das Konzept der Freiarbeit wird mittlerweile durch das Programm „Lernen lernen“ ergänzt.

Im ersten Halbjahr der Klasse 5 werden Lernkompetenzen durch die Klassenlehrerinnen bzw. die Klassenlehrer thematisiert. Zu Beginn des Schuljahres findet ein Projekttag zum Thema „Mit allen Sinnen lernen – Lerntypen“ statt, der den Kindern erste Tipps für die Organisation ihrer Arbeit vermittelt. Anschließend werden u. a. folgende Schwerpunktthemen behandelt: Anfertigung von Hausaufgaben, Führen von Heften und Mappen, effektives Üben, Vorbereitung auf eine Klassenarbeit. In den Freiarbeitsstunden des zweiten Halbjahres steht dann selbstbestimmtes Lernen im Vordergrund.

Inzwischen beteiligt sich unsere Erprobungsstufe auch am Lions-Quest-Programm, einem Projekt zum sozialen Lernen und zur Gewaltprävention. Hier geht es vorrangig darum, das Selbstvertrauen und die kommunikativen Fähigkeiten der Kinder zu stärken.

Zu den Methoden des Lernens und Arbeitens, die am Riesener-Gymnasium bereits frühzeitig vermittelt werden, gehört auch die fachspezifische bzw. fächerverbindende Projektarbeit. Am Ende der Jahrgangsstufe 6 können die Schülerinnen und Schüler z. B. im Rahmen des mit einer Exkursion nach Xanten verknüpften Arbeitsvorhabens „Leben im Römischen Reich“ öffentlich zeigen, wie gut sie bereits mit dieser Unterrichtsform umgehen können.