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Gratulation für die Schulsiegerin

Wird denn heute wirklich noch gelesen? Von Schülern, deren außerschulische Aufmerksamkeit doch anscheinend ausschließlich von ihren Handys und den verschiedenen sozialen Netzwerken in Anspruch genommen wird? Ist Lesen nicht viel zu anstrengend, ist es nicht einfach uncool?

Diese Fragen stellten sich die Deutschlehrer des Riesener-Gymnasiums, als sie die sechsten Klassen für den Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels anmeldeten. Nachdem im September 2014 die Klassensieger ermittelt waren, trafen sich diese kurz vor Weihnachten, um herauszufinden, wer die beste Leserin bzw. der beste Leser des Riesener-Gymnasiums ist. Sarah, Muhammad, Celina und Rebecca lasen erst einmal einen Ausschnitt aus einem von ihnen selbst ausgewählten Buch vor. So erhielten die Juroren, jeweils zwei Schülerinnen und Schüler aus den sechsten Klassen sowie deren Deutschlehrer, ganz nebenbei Einblicke in so interessante Jugendbücher wie die Klassiker „Immer dieser Michel“ von Astrid Lindgren, Mark Twains „Tom Sawyers Abenteuer“ oder, jeweils neueren Datums, Peter Freunds „Laura und das Geheimnis von Aventerra“ und „Warrior Cats“ von der Autorengruppe Erin Hunter. Danach hatten die vier Klassensieger zusätzlich einen ihnen unbekannten Ausschnitt aus dem Jugendbuch „Simpel“ der französischen Autorin Marie-Aude Murail ausdrucksvoll vorzulesen. Letzten Endes gewann Celina Hellmich aus der Klasse 6c, doch auch die anderen verblüfften durch ihre tolle Lesetechnik. Die Deutschlehrer zeigten sich angenehm überrascht, dass sich das Lesen offenbar auch in Zeiten des Smartphones, des Internets und anderer visueller Medien nach wie vor großer Beliebtheit erfreut – und hoffen, dass das auch so bleibt, weil es schließlich nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch die Fantasie am stärksten anregt.

Am 9. Februar 2015 kam es dann im Lesesaal der Stadtbücherei zur Entscheidung, wer die beste (Vor)leserin oder der beste (Vor)leser des Kreises Recklinghausen ist. Unter 16 Teilnehmern erreichte Celina Hellmich einen hervorragenden zweiten Platz! Die Qualifikation für den Endausscheid in Berlin hat sie damit zwar haarscharf verpasst – aber das wird ihr den Spaß am Lesen mit Sicherheit nicht verderben können.

 

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Ihre Urkunden erhielten die Klassensieger aus der Hand des Schulleiters