Gib AIDS keine Chance!

Liebes Tagebuch,

in den letzten vier Wochen hat mich ein Projekt aus dem Philosophieunterricht besonders beschäftigt. „Was für ein Projekt mag das gewesen sein?“, ist jetzt sicher deine Frage. Wir haben uns mit dem Thema AIDS beschäftigt! Das hört sich zunächst einmal nicht besonders spannend an, aber ich will dir die Sache einmal kurz erläutern: Zwei Philosophiekurse unserer Schule (unter der Leitung von Herrn Kuhn und Frau Klockenbusch) haben sich zusammengetan, um eine Kampagne gegen AIDS zu starten. Dazu gehörten z. B. Plakate und Vorträge, die uns die Problematik Stück für Stück näher brachten. Alles war „self-made“; kleine Hilfen haben wir uns von Organisationen wie „pro familia“ geholt. Das Ganze

anti-aids
Teilnehmer des Projekts vor ihrer Plakatwand im Foyer des Riesener-Gymnasiums

sollte mit einer Spendenaktion verbunden werden. Unser Motto: „Wacht auf!“ Denn AIDS sollte uns alle beschäftigen; die Immunschwäche ist uns näher, als den meisten bewusst ist. Viele Leute scheinen zu schlafen und das noch nicht realisiert zu haben!
Deine Frage, liebes Tagebuch, ist nun sicher, an wen die Spenden gehen sollen und wie wir sicher sein können, dass sie auch wirklich bei bedürftigen Menschen – z. B. infizierten Kindern in Afrika – ankommen. Die Antwort fällt leicht: Den Anstoß zu unserer Kampagne gab der Besuch von Joachim Franz im Riesener-Gymnasium. Dieser erstaunliche Mann, der als Extremsportler seit Jahren mit Anti-Aids-Aktionen von sich reden macht, berichtete uns vor einigen Wochen unter dem Motto „Be your own hero!“ aus seinem spannenden Leben. Er machte uns die Tragweite des Problems deutlich und zeigte auf, dass dieses Thema immer und überall präsent sein sollte. Danach war uns klar: Auch wir wollen etwas gegen AIDS tun, für Aufklärung sorgen und mit einer Spendeninitiative konkret helfen. Die Spenden gehen an das „Team Joachim Franz“, denn er hat uns den Anstoß zu unserer Aktion gegeben.
Am 28. März waren wir dann unter unserem Motto „Wacht auf!“ in Schlafanzügen in den Innenstädten von Gladbeck, Bottrop und Gelsenkirchen sowie im Centro Oberhausen unterwegs, um aufzuklären und unsere Spendenaktion durchzuführen – und wir hatten Erfolg! Auch Joachim Franz setzt sich als Extremsportler mit vollem Körpereinsatz gegen AIDS ein und hat uns bei seinem Besuch tief beeindruckt, denn mit seinen Aktionen erreicht er die Menschen. Auch wir wollen dies schaffen!

Anna-Kathrin Quade, Klasse 10 b