Fördern und Fordern

Das Riesener-Gymnasium hat ein Förderkonzept erarbeitet, das sowohl Schülerinnen und Schülern mit Leistungsschwächen als auch Schülerinnen und Schülern mit besonderen Begabungen individuelle Fördermöglichkeiten bietet.

Individuelle Förderung bei Leistungsschwächen

Da die Förderung von Schülerinnen und Schülern mit Leistungsschwächen angesichts der noch zu hohen Quote von Wiederholern und Schulformwechslern eine besonders wichtige Aufgabe ist, haben wir uns ein Modell entschieden, das aus zwei Säulen besteht. Einerseits wird in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik in den Jahrgangsstufen 6 bis 9 Förderunterricht erteilt. Ziel ist hier die systematische Aufarbeitung von Lücken nach einem von den jeweiligen Fachkonferenzen entwickelten Förderplan. Andererseits gibt es das Projekt „Schüler helfen Schülern„, dei dem ältere Schülerinnen und Schüler ihren jüngeren Mitschülerinnen und Mitschülern in den Jahrgangsstufen 5 bis 9 in Kleingruppen Hilfestellung leisten, um aktuell auftretende Probleme aufzuarbeiten.

Individuelle Förderung bei besonderen Begabungen

Nach intensiver Beobachtung im Jahrgang 5 und Beratung in den Klassenkollegien wählt die dritte Erprobungsstufenkonferenz im Jahrgang 5 Schülerinnen und Schüler aus, die durch besondere Begabungen aufgefallen sind. Sie und ihre Erziehungsberechtigten werden zu Beratungsgesprächen eingeladen, in denen geklärt werden soll, ob bei ihnen Interesse an einer spezifischen Förderung besteht. Das schließt nicht aus, dass auch zu einem späteren Zeitpunkt Gespräche über den Einstieg in individuelle Förderprogramme geführt werden und dieser möglich ist. Neben der Möglichkeit des „Überspringens“ einer Klasse wird den Schülerinnen und Schülern eine Erweiterung des Unterrichtsangebotes vorgeschlagen: In Absprache mit dem jeweiligen Stufenkoordinator wird dann für jede Schülerin bzw. jeden Schüler ein individuelles Konzept entwickelt, das folgende Bausteine enthalten kann: Teilnahme am Fachunterricht einer höheren Jahrgangsstufe, gleichzeitiges Erlernen der Fremdsprachen Latein und Französisch ab Klasse 6, Erweiterungsprojekte wie z. B. die Teilnahme an Wettbewerben. So haben zum Ende des Schuljahres 2007/08 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 am Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten „miteinander – gegeneinander? Jung und Alt in der Geschichte“ teilgenommen und sind mit ihrem Beitrag „Kinderarbeit im Gladbecker Raum“ Landessieger geworden. Eine weitere Gruppe erhielt in diesem Wettbewerb einen Förderpreis.