Liebe Eltern des Riesener-Gymnasiums,

von Erich Kästner stammt der Satz: „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!“ Für das Riesener-Gymnasium gilt diese Aussage in besonderer Weise für unseren Förderverein, der zurzeit in der Sekundarstufe I in Ergänzung zu den Beamern, die von der Stadt Gladbeck finanziert werden, alle 17 Klassenräume mit Computern und Objektkameras ausstattet, so dass in Zukunft nicht nur überall der Zugang zum Internet gewährleistet ist, sondern Unterrichtsergebnisse und Hausaufgaben an die Wand projiziert werden können. Damit ist ein weiterer technischer Schritt getan, der einen modernen Unterricht ermöglicht, bei dem die Präsentation von Arbeitsergebnissen eine wichtige Rolle spielt. Außerdem konnte der Förderverein für das Fach Biologie 10 Mikroskope im Wert von 2.600 € beschaffen lassen. Gestatten Sie mir deshalb bitte bei dieser Gelegenheit auch für einen Beitritt zum Förderverein des Riesener-Gymnasiums zu werben. Soll er weiterhin so viel Gutes tun, braucht er dringend neue Mitglieder, denn es sind gegenwärtig einfach zu wenige. Bitte haben Sie deshalb Verständnis dafür, dass wir mit diesem Brief Anmeldeformulare verteilen, die Sie darum bitten, mit einem jährlichen Beitrag von 15 € damit beizutragen, dass auch weiterhin so viel Gutes für unsere Schule getan werden kann.

Sehr viel Fleiß, viele tolle Ideen und eine ganze Menge preiswürdiger Ergebnisse!“ lautete die Bilanz der Jury zur diesjährigen Science Fair, unserem Wissenschaftsmarkt, über den die WAZ berichtete. Die Namen der Schulsieger sind auf der Eingangsseite unserer Homepage veröffentlicht. Ihnen sei nicht zuletzt an dieser Stelle ein herzlicher Glückwunsch ausgesprochen. Aber auch alle anderen, die sich interessante Fragestellungen überlegt haben, fleißig recherchiert und ihre Ergebnisse sorgfältig dokumentiert sowie anschaulich präsentiert haben, können mit sich zufrieden sein, so wie wir Lehrerinnen und Lehrer stolz darauf sind, dass unsere Schülerinnen und Schüler des 8. Jahrgangs eindrucksvoll bewiesen haben, dass sie einen wichtigen Schritt in Richtung Selbstständigkeit mit Bravour gemeistert haben. Da kann man nur sagen: Weiter so!

Über sich selbst, seine Begabungen und Interessen nachzudenken, steht auch bei der in diesem Jahr erstmalig im Rahmen des Landesprogramms „Kein Abschluss ohne Anschluss“ stattfindenden Potenzialanalyse auf dem Programm. So nehmen alle Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 8 in Marl ganztägig an dieser Selbsterkundung teil. Ausführliche Auswertungs- und Beratungsgespräche runden die Maßnahme ab und helfen den Jugendlichen, ihre Stärken zu entdecken und möglicherweise erste berufliche Perspektiven zu entwickeln. Im Rahmen der Potenzialanalyse erhalten die Schülerinnen und Schüler den Berufswahlpass NRW und werden im Februar 2016 verschiedene Berufsfelder erkunden.

Ganz neu ist unsere Homepage. Sie hat unter engagierter Mitarbeit von Frau Kapp und Herrn Dr. Judersleben durch die Webdesign-Firma „JUNG & einfach anders“ nicht nur ein moderneres Gesicht bekommen, sondern auch zugleich eine sehr klare Gliederung erhalten, unter der wir alle Interessierten wie Sie, liebe Eltern, unsere Schülerinnen und Schüler, aber auch Personen von außerhalb gezielt ansprechen und ihnen den Zugang zum Riesener-Gymnasium erleichtern wollen. Doch schauen Sie sich bitte selbst einmal auf unserer neuen Homepage um und geben Sie uns ein Feedback, inwieweit unser Vorhaben aus Ihrer Sicht auch gelungen ist. Für Anregungen und konstruktive Kritik sind wir auf jeden Fall dankbar.

Erfreuliches gibt es zur Lehrerversorgung am Riesener-Gymnasium zu berichten. Wir erwarten zum neuen Halbjahr zwei neue Lehrer/innen, für die gegenwärtig Stellen im Internet ausgeschrieben sind. Wir haben uns für die Leitfächer Biologie und Physik entschieden, um den naturwissenschaftlichen Bereich unserer Schule zu stärken. Darüber hinaus treten noch in diesem Monat sieben Referendarinnen und Referendare ihren Dienst am Riesener-Gymnasium an, die uns ab dem zweiten Halbjahr auch als Unterrichtende zur Verfügung stehen werden.

Ein Thema, das uns zurzeit alle beschäftigt, ist die tägliche Einwanderung von Flüchtlingen aus Kriegsgebieten vor den Toren Europas. Auch an Gladbecks Türen klopfen zurzeit viele Flüchtlingsfamilien, die in ihrer Not und Verzweiflung in Deutschland Sicherheit und ein Dach über dem Kopf suchen. Die Gymnasien müssen sich für die Kinder dieser Familien öffnen, denn es sind nicht selten Schulpflichtige mit guten Bildungsvoraussetzungen und Fähigkeiten darunter, die schon in ihrer Heimat höhere Schulen besucht haben. Das Riesener-Gymnasium ist deshalb damit beauftragt worden, in Zusammenarbeit mit dem kommunalen Integrationszentrum des Kreises Recklinghausen in der Sekundarstufe I eine internationale Förderklasse mit diesen Kindern zusammenzustellen, die häufig sehr wissbegierig und fleißig sind. Hierfür haben wir mit Frau Kramm, die wir auch an dieser Stelle ebenso wie die neuen Kinder herzlich willkommen heißen möchten, eine sehr gut ausgebildete neue Lehrerin bekommen, die die internationale Klasse schwerpunktmäßig unterrichten wird und uns darüber hinaus mit den Fächern Deutsch und Geschichte verstärken wird.

Viel Freude bereitet uns zurzeit unser sprachliches Profil. Aufgrund unseres umfangreichen bilingualen Angebotes darf unsere Schule nun offiziell das Logo „Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft der Schulen mit deutsch-englischem Zweisprachenzug in NRW“ führen. Vielen Dank allen Beteiligten, die das bilinguale Profil des Riesener-Gymnasiums in der Stadt Gladbeck stärken!

Von unserem diesjährigen USA-Austausch ist nicht nur zu berichten, dass unsere Schülerinnen und Schüler mit ihrem freundlichen und verantwortungsbewussten Auftreten in unserer Partnerschule in Snoqualmie exzellente Botschafter des Riesener-Gymnasiums waren – Dafür ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten und insbesondere auch an Herrn Lutzka und Frau Mrozek! – , sondern dass dort auch die Aufnahme unserer deutsch-amerikanischen Schulpartnerschaft in das German-American Partnership Programme des Pädagogischen Austauschdienstes der Kultusministerkonferenz erfolgt ist. „GAPP“, so die Abkürzung, sagt von sich selbst: „Wir ermöglichen es Schülern aus den USA und Deutschland in die Kultur des Gastlandes einzutauchen, lebenslange Freundschaften und Verbindungen zu knüpfen und fördern so die interkulturelle Verständigung zwischen beiden Ländern.“ – Wenn das keine frohe Botschaft in der Vorweihnachtszeit ist!

Und damit wünschen wir Ihnen schon jetzt eine schöne Adventszeit und ein frohes Weihnachtsfest mit Ihren Kindern und der gesamten Familie!

M. Nieswandt, Schulleiter

Dr. G. Disselkamp, Koordinatorin für Unterrichtsentwicklung