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Die Turnhalle wird zum Zirkuszelt

WAZ 03.06.2011 ZEUS

Wie in jedem Jahr wurde auch am vergangenen Montag und Dienstag die Turnhalle des Riesener-Gymnasiums zur Zirkusmanege.

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Es ist zehn Uhr am Morgen, als ich die Turnhalle betrete. Lautes Stimmenwirrwarr schlägt mir entgegen. Circa neunzig Fünftklässler toben durch die große Halle und probieren die vielen verlockenden Angebote aus. Es gibt alles: Akrobatik, Jonglage, Zauberei, Clowns und Fakire.

Alle tuscheln
Für jeden ist etwas dabei. Plötzlich gibt es eine Ansage vom Leiter Edgar Hedergott und seinem Partner Dieter Schaade, der alle gespannt lauschen: „Als nächstes geht es darum, dass ihr euch für ein oder zwei Sachen entscheidet, die ihr gerne machen wollt.“ Sofort fangen alle an zu tuscheln.
„Ich geh auf jeden Fall zu den Clowns!“ kommt es aus der einen Ecke, „Ich will auf jeden Fall ans Trapez, das ist total cool,“ aus der anderen. Es dauert ein wenig, aber bald hat jeder seine Entscheidung getroffen.
Nun, als die Gruppen eingeteilt sind, fangen alle sofort an fleißig zu üben, obwohl es in der Halle wirklich warm ist.

Anspruchsvolle Choreographien

Die Gruppen werden von Edgar Hedergott und Dieter Schaade, den Sportlehrern Frau Jesenek, Herr Poethke und Herr Agnischock und engagierten Oberstufenschülern betreut.
Es werden anspruchsvolle Choreographien entwickelt und einstudiert. Von Übungsstunde zu Übungsstunde werden die Kinder besser.
Um 13.30 Uhr neigt sich dann der erste Zirkusprojekttag dem Ende zu, doch natürlich geht es am nächsten Morgen direkt wieder los. Alle stürmen sofort in ihre Gruppen zurück. Die Clowns ziehen ihre Kostüme an, die Zauberer bereiten ihre Tricks vor.
Und dann ist es endlich soweit: die Generalprobe naht. Während Dieter Schaade am Mischpult sitzt und sich um die Musik kümmert, managt Edgar Hedergott die ganze Zeitplanung und die Reihenfolge, in der die Kinder auftreten sollen.
Doch bevor es losgeht, kommt noch der Schulleiter Herr Nieswandt vorbei, spricht den Kindern Mut zu und wünscht ihnen eine nicht so gute Generalprobe. Dann soll ja schließlich die Aufführung besser klappen und davon hatten die Fünftklässler am Dienstag sogar zwei.

Tosender Applaus

Die erste Vorstellung beginnt um 15 Uhr und ist für unsere neuen Fünftklässler, die nach den Sommerferien ans Riesener-Gymnasium kommen werden, gedacht, da am Dienstag auch der Begrüßungsnachmittag stattfindet.
Um 18 Uhr gibt es noch eine Aufführung, die dann aber für Eltern, Großeltern, Geschwister, Freunde und viele mehr gedacht ist. Die Tribünen der Sporthalle sind bis obenhin gefüllt, so dass sich einige Besucher sogar auf die Treppen setzen.
Dann geht es los und der Vorhang öffnet sich. Vom ersten Moment an sind alle Zuschauer hellauf begeistert und für alle Schüler gibt es tosenden Applaus. Es ist eine wunderbare Vorstellung, da jeder sein Bestes gibt.
Außerdem ist dieses Jahr ein besonderes Jahr, da das Zirkusprojekt am Riesener-Gymnasium sein zehnjähriges Jubiläum feiert. Als Dankeschön gibt es für die Veranstalter einen netten Märchenbrief von unserer Sportlehrerin Frau Jesenek, die all dies durch ihre gute Organisation erst möglich gemacht hat, und einen Blumenstrauß, übergeben von zwei Fünftklässlerinnen.

Alles in allem muss man schon sagen, dass es eine tolle Veranstaltung war, die wir auch in den nächsten zehn Jahren nicht missen wollen.

Melina Müller, Klasse 8b