Die Biologen bei „Körperwelten“

Im Januar 2014 besuchte der Jahrgang 9 des Riesener-Gymnasiums im Rahmen des Biologieunterrichts Gunther von Hagens Ausstellung „Körperwelten“, die seit Jahren europaweit für Diskussionen sorgt, in Bochum.

Gezeigt werden anatomische Präparate und einige fast komplette Körperspenden, die durch das Verfahren der Plastination anatomisch präpariert worden sind. Lesen Sie einige Reaktionen von Schülerinnen und Schülern.

Eine Mischung aus Kunst- und Wissenschaftsausstellung und nicht abstoßend, wie ich zuerst dachte. Mumien werden schließlich auch ausgestellt und keinen stört es, also warum bei „Körperwelten“?
Lea L.

Mir gefiel sehr gut, dass man gesehen hat, wie man wirklich unter der Haut aussieht: wo z. B. die Adern verlaufen, die Nervenbahnen liegen und wie die einzelnen Organe wirklich aussehen.
Jan

Die Plastinate sahen relativ unecht aus, deswegen kam mir der Gedanke, dass das einmal reale Menschen waren, die sich bereit erklärt hatten, dass ihre Körper nach dem Tod ausgestellt werden, gar nicht wirklich in den Sinn. … So detailreiche Eindrücke vom Körper bekommt man kein zweites Mal. Erschreckend war zum Beispiel der Unterschied zwischen einer gesunden Lunge und einer Raucherlunge. Welche inneren Schäden auftreten können, wurde mir da erst wirklich bewusst.
Lea U.

Mir hat die Ausstellung gut gefallen, da ich es interessant finde, wie Menschen unter der Haut aussehen, sprich, wie der Körper aufgebaut ist usw. Ich finde es gut, dass die Leute ihren Körper bzw. ihre Organe der Wissenschaft gespendet haben.
Melissa

Als wirklich abstoßend empfand ich die Föten sowie die nachgestellt Pokerszene.
Sophie

Ein kleines Ungeborenes lag dort in diesem Kasten und alle starrten es an. Ich dachte an mögliche Szenarien, die dazu geführt haben, dass dieses arme kleine Baby hier lag. … Das hat mich sehr erschüttert, denn ich konnte im Gegensatz zu anderen nicht ausblenden, dass das Baby echt war.
Lena B.

Die Ausstellung hat viele Informationen und Tipps für eine gesunde Lebensweise gegeben.
Michelle

Die Plastinate wurden in verschiedenen Posen ausgestellt, was ich als Blasphemie empfand, da einige Posen wirklich lächerlich waren.
Aaron

Die Ausstellung „Körperwelten“ war sehr interessant, obwohl ich am Anfang Zweifel an der ganzen Sache hatte. Die Körper sahen gar nicht echt aus; da war ein Skelett und es sah genauso aus wie das bei ums im Bio-Raum. Es gab dort nicht nur Menschen, sondern auch Tiere. Da war ein Braunbär, auf seinen Hinterbeinen stehend, aufgebaut. Man hat alle Muskeln des Tieres gesehen.
Johanna

Die Menschen sollen ihre Körper gestiftet haben. Und die Tiere?
Linda

Die Ausstellung war sehr beeindruckend, v. a. weil man die Auswirkungen von Krankheiten oder auch schlechter Behandlung des Körpers sehen konnte. … Zudem fand ich es gut, dass viel erklärt und auch Methoden zur Verminderung des Risikos, von diesen Krankheiten befallen zu werden, dargestellt worden sind.
Moritz