Lucky zu Besuch

 Am 23. Oktober war es wieder einmal soweit: Tierschutzunterricht am Riesener-Gymnasium.

Fragen über Fragen. Gisela Lichterfeld im Gespräch mit
Schülern der Jahrgangsstufe 5

Was muss man wissen, bevor man ein Haustier kauft? Wovor müssen Tiere geschützt werden? Wieso werden Tiere oft schlecht behandelt? Nicht zum ersten Mal war Gisela Lichterfeld vom „Bund gegen den Missbrauch der Tiere“ (BMT) bei uns zu Gast, um mit Schülerinnen und Schülern der Erprobungsstufe diese und ähnliche Fragen zu diskutieren. Mitgebracht hatte sie ihren Hund Lucky, mit dessen anfänglichem Tierheimschicksal sie den Kindern sehr konkret vor Augen führte, was passieren kann, wenn man sich unüberlegt ein Tier anschafft. Gebannt folgten die Kinder ihren Ausführungen über Impfschutz und Fellpflege, Streicheleinheiten und Haltungskosten. Und die Frage, ob man ein engagierter Tierschützer sein kann, ohne selbst ein Haustier zu besitzen, beantwortete am Schluss nicht nur Frau Lichterfeld mit einem deutlichen „Ja“.

Anwesend war auch die australische Journalistin Eva Wutke, die den Unterricht für ihre Reihe „Living Planet“ beim internationalen Radiosender „Deutsche Welle“ dokumentierte. Die Sendung ist über www.dw-world.de/livingplanet abrufbar.

 

 

Wir haben es bald geschafft!

 In gemischten Teams arbeiten Schüler und Lehrer auch in diesem Herbst an der Verschönerung der Schulinnenräume.

Der hintere Durchgangsbereich erhält einen
Neuanstrich in den Farben unseres Schullogos

Dass Lehrer, Schüler und Eltern gelegentlich Klassenzimmer renovieren, kommt an vielen Schulen vor; seltener ist, dass nahezu der gesamte Schulinnenraum in Eigeninitiative neu gestaltet wird. Nach den Hauptkorridoren und den Treppenhäusern zeigen sich nun auch der hintere Durchgangsbereich im Hauptgebäude, der Kunstraum und der vordere Kellerflur in neuem Glanz; im Frühjahr wird dann noch dem Flur vor dem Lehrerzimmer mit Farbeimern, Rollen und Pinseln auf den gelblich-grauen Pelz gerückt. Trotz Mühsal und aufwändiger Logistik: So etwas schweißt auch zusammen. Und Lehrer wie Schüler haben längst festgestellt, dass man sich auf diese Weise doch einmal von einer ganz neuen Seite kennen lernt.

Auf Tournee

Am 24. Oktober hatten wir 6-er unseren ersten Bläserklassen-Auftritt außer Haus! Die Uhland-Grundschule hatte zum Herbstfest geladen und wir „Riesener“ sollten das Fest musikalisch eröffnen.

Wir, unsere Frau Klockenbusch und die Uhland-Grundschüler

Schon Tage vor dem Auftritt waren wir ganz aufgeregt und vieles musste im Vorfeld organisiert werden: 34 Instrumente, 34 Noten- und 34 Instrumentenständer, ein Schlagzeug und ein elektrisches Klavier mussten mit zur Uhlandschule und auch noch 34 Schultaschen, denn wir wollten zu Fuß mit Frau Klockenbusch zur Grundschule laufen, aber bitte ohne „schweres Gepäck“ auf dem Rücken! Am Freitagmorgen konnten wir uns in der Schule nur noch schlecht konzentrieren: Was sind schon Englischvokabeln gegen ein sauber klingendes „Es“ oder Mathe-Aufgaben gegen einen gelungenen Einsatz an der richtigen Stelle! Um das „Es“ machte ich mir wirklich Sorgen! Zu Hause hatte es ja (meistens!) geklappt, aber beim Konzert…?

Endlich war der Schulmorgen vorbei und nach einem kurzen Mittagssnack gingen wir dann mit Frau Klockenbusch zur  Uhlandschule. Unser besorgter Blick zum Himmel war unbegründet, kamen wir doch alle trocken an der Grundschule an! Leider fing es aber kurze Zeit später an zu regnen, so dass unser Auftritt in der Turnhalle stattfinden sollte! Schon während des Aufbaus schwirrten ganz viele Grundschüler um uns herum, am liebsten hätten sie sofort unsere Instrumente ausprobiert! Sie staunten, was wir da alles auspackten: Querflöten, Klarinetten, Trompeten, Saxophone, Posaunen und Euphonien! Ganz groß wurden ihre Augen: „Guck mal, das ist ja ´n komisches Instrument, ein Eupho…, wie hieß das noch mal? Hab ich ja noch nie gesehen!“ Die Turnhalle füllte sich immer mehr mit Zuhörern und auch viele unserer Eltern waren gekommen! In meinem Bauch rumorte es ein bisschen: Wenn bloß dieses verflixte „Es“ nicht wär…!

Endlich begann unser Auftritt!  Wir gaben fünf Stücke zum Besten und beim Spielen gab auch mein Bauch endlich Ruhe. Es war schon ein tolles Gefühl, hier mitspielen zu können und zu dürfen. Die Zuschauer applaudierten kräftig und konnten es zum Teil gar nicht glauben, dass wir als Blasorchester erst seit 15 Monaten zusammen spielen!

Ach ja, das „Es“ hat eigentlich ganz gut geklappt, und wer wissen will, wie eine Bläserklasse funktioniert oder wie ein Euphonium aussieht, der kommt einfach mal zum „Riesener“! Besucher sind jederzeit willkommen!

Nicht nur ein Opfer der Medizin

Am 28. Oktober hatte Georg Büchners „Woyzeck“ am Riesener-Gymnasium erfolgreich Premiere. 

„Marie, wir wollen gehn. ’s is Zeit.“ „Wohin?“ „Weiß ich’s?“

Niemand hat Büchners Fragment so genau charakterisiert wie einst Heiner Müller: „Woyzeck“, dieses Stück sei einem Zweiundzwanzigjährigen passiert, dem die Parzen bei der Geburt die Augenlider weggeschnitten haben. Selbst große Bühnen verheben sich nach wie vor regelmäßig am ersten deutschen Sozialdrama; Amateurtheater weichen lieber auf „Leonce und Lena“ aus. Unter der Leitung von Ulrich Döing und Winfried Klutzny gelang dem Literaturkurs der Jahrgangsstufe 13 jetzt eine kraftvolle Umsetzung, die, ohne die sozialkritische Dimension der Vorlage zu vernachlässigen, ihren existenzialistischen Kern betonte und den herzlosen Voyeurismus der Nebenfiguren durch eine selbst verfasste Eingangsszene in Richtung Gegenwart verlängerte. Unter vielen überzeugenden Darstellern war Michaela Jasczurok eine anrührende Marie, Florian Offel ein abstoßend vitaler Tambourmajor und Jan Dinter in der Titelrolle ganz die bis zum Wahnsinn geschundene und zu endlicher Jammertat gehetzte Kreatur, die in der Dramenliteratur wohl ohne Beispiel ist.

Im Fokus: Physik / Technik

Im Fokus: Physik / Technik



Diese Fächerkombination kann insofern als Desiderat betrachtet werden, als sie nicht nur zentrale Inhalte des Physikunterrichts vertieft, spezifiziert und variiert, sondern auch unmittelbare Bezüge zu unserer Lebenswelt herstellt und praktisch-experimenteller Arbeit viel Raum einräumt. Inhaltlich ist der Unterricht nicht zuletzt auf geopolitische Grundprobleme der Gegenwart zugeschnitten. So werden in einem ersten Block mögliche Ursachen und Folgen des Klimawandels diskutiert und Schritte dagegen abgewogen. Maßnahmen zur Verzögerung der Erwärmung durch Reduktion der Kohlendioxid-Emission sind hier ebenso ein thematischer Schwerpunkt wie Wege regenerativer Energieumwandlung und Möglichkeiten des Energiesparens.

Und auf die Theorie folgt die Praxis: Nach einer Einführung in die Funktionsweise der Solaranlage des Riesener-Gymnasiums führen die Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen selbstständig Versuche mit Solarzellen durch. In weiteren Unterrichtsreihen stehen der Aufbau von Dioden- und Transistorschaltungen und die Funktionsweise wichtiger optischer Geräte im Mittelpunkt. Fachübergreifend lernen die Kursteilnehmer hier außerdem, wie man einen PowerPoint-Vortrag technisch realisiert und dramaturgisch durchdacht gestaltet.

Aber auch projektorientiertes Arbeiten spielt im Rahmen dieser Fächerkombination eine wichtige Rolle. Das Mobilfunkprojekt hält unmittelbaren Kontakt zur Lebensrealität der Schüler; das Roboterprojekt hat auch außerhalb der Schule bereits breite Beachtung gefunden:

Methodisch bietet der Unterricht die gesamte Palette von selbstständiger Arbeit bei der Erstellung elektronischer Schaltungen über gelenkte und freie Arbeit in kleineren Gruppen bis hin zu konzertierter Arbeit im Kursverband. In diesem Zusammenhang ist auch die Teilnahme an außerschulischen Wettbewerben avisiert. Bereits im Frühjahr 2007 haben die damaligen Kursteilnehmer zwei Roboter gebaut und sich erfolgreich am Roboter-Wettbewerb der Landesinitiative „Zukunft durch Innovation / NRW“ beteiligt.


Im Fokus: Business English

Im Fokus: Business English


Seit Beginn des Schuljahres 2014/15 kann am Riesener-Gymnasium ‚Berufsbezogenes Englisch’ im Wahlpflichtbereich belegt werden.

Mit diesem Angebot fördern wir die Fremdsprachenkompetenz unserer Schülerinnen und Schüler, um sie zu befähigen, bestimmte Handlungen und Prozesse, aber auch interkulturelle Unterschiede in einer globalisierten Welt besser zu meistern.

Dabei geht es nicht vorrangig um das Erlernen von Fachbegriffen aus speziellen Wirtschaftszweigen – etwa aus dem industriellen Sektor, aus Dienstleistungsbereichen oder dem Rechtswesen. Solche Begriffe können später im konkreten Berufsalltag erworben werden. Vielmehr ist es unser Ziel, die fremdsprachlichen Kompetenzen zur Bewältigung von Kommunikationssituationen im Berufsleben, wie beispielsweise ‚Korrespondenz’, ‚Telefonieren’ und ‚Präsentationen’, zu erhöhen. Schließlich erfordert es die stetig wachsende Zahl an Geschäftsverbindungen ins Ausland, dass man sich mit seinen Geschäftspartnern schnell und problemlos auf Englisch verständigen kann. Insofern verfolgen wir mit unserem Angebot eine Annäherung an die Anforderungen der Wirtschaft, die immer wieder die mangelnde Praxisorientierung der allgemeinbildenden Schulen beklagt.

Die Schülerinnen und Schüler, die am Ende der Klasse 9 die Stufe B2 des ‚Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen’ erreichen sollen, werden auf diese Weise auf eine mögliche, d. h. freiwillige Zertifikatsprüfung Englisch der Industrie-. und Handelskammer vorbereitet. Langfristig kann der Kurs auch als Vorbereitung auf ein Zertifikat der LCCI (London Chamber of Commerce and Industry) am Ende der Jahrgangsstufe EF gesehen werden.

Inhalte:

  • mündliche und schriftliche Kommunikation im Rahmen einer praxisorientierten Unterrichtsgestaltung
  • Gespräche über berufsbezogene Inhalte
  • Telefonate / Hörverständnisstrategien
  • Präsentation von Daten und Fakten
  • Besprechungen im beruflichen Alltag
  • Verhandlungen (Austausch von Meinungen, Kompromissfindung)
  • Briefe, E-Mails, Vermerke
  • Lesestrategien
  • Erarbeitung eines Fachvokabulars

Die IHK-Prüfung, die zweimal im Jahr möglich ist, konzentriert sich auf folgende Bereiche:

Schriftliche Kommunikation

  • Reagieren auf eine schriftliche Vorlage in der Fremdsprache
  • Vermerk über ein Gespräch in der Fremdsprache (auf Deutsch)
  • Zusammenfassung eines Textes in der Fremdsprache

Mündliche Kommunikation

  • Gespräch über Alltagssituationen
  • Bewerbungsgespräch auf der Grundlage eines in der Fremdsprache verfassten Lebenslaufes
  • kurze Präsentation

Die Gebühr beträgt ca. 70 Euro.

Herzlich Willkommen!

 

 mg 5405

Endlich Sommerferien!

Aber vorher wurden noch unsere Besten geehrt,mehr…

img 3205-1

Mit Tanz und Musik

ging unsere Projektwoche am 25. Juni zu Ende,mehr…

img 2906 2-1

Reich beschenkt

mit Theateraufführungen wurden wir in diesem Juni,mehr…

dsc 7548

Wie im letzen Jahr

triumphierten die Mädchen der 7c beim Vivawest-Marathon, mehr…

candle-02

Nach der Flugzeugkatastrophe in Frankreich

hatten unsere Religionsschüler eine Idee, mehr…

dsc 4173

„Bonjour, mes amis!“

Am 19. März besuchte uns das FranceMobil, mehr…

altprev bwinf informatik biber

„Riesener“ sind Spitze 

beim „Informatik-Biber“, mehr…

img 4371

Gratulation für die Schulsiegerin

im Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels, mehr…


img 4356 neu

Beim Fußballturnier in Marl

holten unsere Mädchen Platz 3, mehr…

img 1773 neu

Ausgiebig gerockt

wurde am 25. Oktober im „Maxus“, mehr…

camebrighe

Acht Profilkursabsolventen

erwarben in diesem Jahr ein Englisch – Diplom, mehr…

img 1933

Zünftig aufgespielt

haben unsere Bläser beim Familientag, mehr…

img-20140925-wa0009

Ihr erster Wandertag

führte zwei fünfte Klassen in den Tierpark, mehr …

img 6671

Bester Durchschnitt: 1,0!

mehr…

Arbeitsgemeinschaften

Arbeitsgemeinschaften und Profilkurse 2018/19


Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag
Übermittagsprogramm

auf dem

Schulhof / Foyer

Spiel und Spaß AG

Schulhof/Foyer

Klasse 5/6

Spiel und Spaß AG

Schulhof/Foyer

Klasse 5/6

Spiel und Spaß AG

Schulhof/Foyer

Klasse 5/6

Spiel und Spaß AG

Schulhof/Foyer

Klasse 5/6

Raum der Stille Raum der Stille Raum der Stille
Lernzentrum Lernzentrum Lernzentrum Lernzentrum
Sport AG

Schulhof / TH 2

Klasse 5/6

Sport AG

Schulhof / TH 2

Klasse 5/6

Sport AG

Schulhof / TH 3

Klasse 5/6

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag
AG Angebote geleitet von Schülertutorinnen und Schülertutoren Teamsport AG

TH 2

Klassen 5/6

Fußball AG

TH 2

Klassen 5-9

Handball AG

TH 3

Klassen 5-9

Bastel-/Töpfer AG

Raum: Töpferkeller

Klassen 5/6

Manga/Comic AG

Raum 116

Klassen 5-9

Zeichen AG

Raum 116

Klassen 5-9

Entspannungs AG

TH3

Klassen 5-6

Musik AG

Raum 112

Klassen 5-9

Tanz AG

Raum 112

Klassen 5-9

Mädchen AG

Raum 116

Klassen 5-6

Entspannungs AG

Th3

Klassen 5-6

Mädchen AG

Raum 113

Klassen 5-9

Film AG

Raum 112

Klassen 5-9

Yugior AG

Raum 102

Klassen 5-9

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag
AG Angebote

Von Lehrerinnnen /Lehrern und außerschulischen Partnern

Jukate AG

Jg. 5 – Q2

Th 1

Herr Teske

Netzwerk AG

Jg. 8-Q2

Inforaum II

Frau Fahnenbruck

Herr Teske

Post Internet Art

und digitale Kunst

Klassen 5 – Q2

Kunstraum

Frau Kaufmann

Tennis AG

Jg. 5-Q2

Th 1

Herr Bendlin

Schülerzeitung

Klassen 5 –Q2

13.40-14.25

Inforaum I

Frau Straßburger

Frau Arkenau

Yoga AG

Black Label Yoga

Raum: TH1

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag
Bläserensemble
14.30-16.05
Musikraum
Frau Heßler
Kletter-AG
Jg. 9-Q2
13.45-15.15
TH
Herr Teske
Netzwerk AG
Jg. 8-Q2
INF 2
Herr Teske/Frau Fahnenbruck
CHOR I
Klassen 5-7
13.45-14.45
Musikraum
Frau Baltes
Kolloquium Kunst
Mappenvorbereitung
13.00-15.00
Werkraum
Herr Lippok
Mädchenfußball
Klasse 5-9
13.45-15.15
TH 3
Herr Kessen
CHOR II
Klassen 5-7
16.00-17.00
Musikraum
Frau Baltes

Für Auskünfte über weitere Angebote in der Mittagsfreizeit, die auch noch im Laufe des Schuljahres hinzukommen können, wendet euch bitte an Frau Pownug.

Im Fokus: Darstellendes Spiel / Kunst

Im Fokus: Darstellendes Spiel / Kunst



Praktische, wenngleich theoretisch fundierte Theaterarbeit ist nicht nur die ideale performative Ergänzung des Deutschunterrichts, sie vermittelt den Schülern auch Selbstbewusstsein und Körperbeherrschung, sie verlangt Team- und Kritikfähigkeit, Konzentration sowie emotionale Intelligenz, sie trainiert das Gedächtnis und schafft – durchaus im Kontrast zu eher analytisch angelegten Disziplinen – Grundlagen im assoziativen Denken.

Aus diesen Gründen wird am Riesener-Gymnasium für die Jahrgangsstufen 8 und 9 das Fach „Darstellendes Spiel / Kunst“ angeboten.
Geht es im ersten Unterrichtshalbjahr noch hauptsächlich um die Förderung der Spielbereitschaft durch Interaktions- und Regelspiele sowie Vertrauens- und Konzentrationsübungen, auch um die Heranführung an theatrale Mittel wie Raum, Bewegung, Sprache und Musik, so stehen dann recht bald freie und gebundene Improvisationen sowie eigene Bearbeitungen vorgegebener oder selbst verfasster Textvorlagen im Mittelpunkt. Aus den Ergebnissen formt sich schließlich eine Szenenfolge zu einem bestimmten Rahmenthema, die eingeübt und öffentlich aufgeführt wird. Im zweiten Unterrichtsjahr erarbeiten die Kurse dann ein Drama aus dem klassischen Repertoire.
Der Bereich „Dramaturgie und Konzeption“ verknüpft den Praxisteil mit dem Theorieteil, in dem ansonsten Grundkenntnisse von Theaterformen, -fachbegriffen und -geschichte vermittelt, aber auch geeignete Recherchewege und Kriterien für die kritische Reflexion erschlossen werden. Aufgaben für die Klausuren sind u. a. das Verfassen von Rollenbiographien, Adaptionen dramatischer oder nichtdramatischer Texte als Szenenprotokolle für die Eigenproduktion und das Verfassen von Rezensionen nach fachspezifischen Kriterien. Denn zum Programm der Kurse zählen selbstverständlich auch Theaterbesuche.
Nebenbei gesagt: Auch für das Leben wird in diesem Fach so einiges gelernt. Wer hier einmal erlebt hat, wie der Ausfall eines Einzelnen das Arbeitsergebnis aller gefährdet, wird künftig wissen, wie wichtig für ein Team hundertprozentige Zuverlässigkeit ist – und dass es immer einmal Situationen gibt, in denen man an notgedrungenen Improvisationen nicht vorbeikommt. Das rechtzeitig zu lernen zahlt sich später hundertprozentig aus.


Oral History am Riesener-Gymnasium

 

 
 Blumen und die Jubiläumsfestschrift des Riesener-Gymnasiums als kleines Dankeschön für die Referenten und ihre Dolmetscherinnen

Um die 1.000 Zwangsarbeiter aus dem besetzten Osteuropa sollen in Gladbeck eingesetzt worden sein? Es war unter Umständen lebensgefährlich, ihnen ein Stück Brot zuzustecken? Und wie kann es sein, dass jemand, der im Alter von 16 Jahren Familie und Heimat verlor, um nach Deutschland verschleppt zu werden, nach seiner Rückkehr in die Sowjetunion als Kollaborateur und Verräter verunglimpft wurde? Aufmerksam, bisweilen auch fassungslos folgten die Schüler der 10. Klassen den Ausführungen von Genja Savolner, Ekaterina Liulkina, Pjotr Bytschkov und Vassilij Bolschakov über ihre schwere und erniedrigende Tätigkeit im sächsischen Uranbergbau, in der Essener Schwerindustrie und in Falkenberger Spinn- und Reparaturwerkstätten während der Zeit des Dritten Reiches. Die Gäste machten dabei deutlich, dass es ihnen nicht um Schuldaufrechnung ging, sondern um Information und Völkerverständigung. Nicht zuletzt aus diesem Grund sind sie auch publizistisch tätig oder kümmern sich in ihrer Heimat um die Gräber deutscher Soldaten. Am Ende gab es viele Fragen und anhaltenden Beifall für einen Nachmittag, an dem uns ein unrühmliches Kapitel deutscher Historie, aus dem wir alle unsere Lehren zu ziehen haben, nochmals lebendig vor Augen geführt wurde. Die Fachschaft Geschichte möchte an dieser Stelle auch der Evangelisch-Lutherischen Gemeinde Gladbeck-Mitte danken, die dieses Treffen ermöglicht hat.