Aufgepasst und zugehört!

Ob griechische Sage, Fantasyroman oder Detektivgeschichte: Beim Vorlesewettbewerb der sechsten Klassen kam jedes Jugendbuchgenre zu seinem Recht.

Erinnern Sie sich noch? „Schock deine Eltern – lies ein Buch!“, lautete vor ein paar Jahren ein Werbespruch der Stadtbüchereien, in dem jene abgeklärte Resignation mitschwang, die jedem Sarkasmus zugrunde liegt. Dass die Lesefreude der Kinder gleichwohl viel größer ist, als es uns bildungspolitischer Alarmismus oft glauben machen will, belegt einmal mehr die rege Teilnahme unserer Sechstklässler am diesjährigen Vorlesewettbewerb. Dabei waren die Bewertungskriterien durchaus anspruchsvoll: Nicht nur die Lesetechnik in ihren verschiedenen Facetten spielte eine Rolle, sondern auch die Textauswahl, die Interpretation der Stimmungslage und die Einhaltung der Lesezeit. Am 15. Dezember traten die Klassensieger gegeneinander an und präsentierten der Jury, nachdem sie zunächst einen Fremdtext gelesen hatten, ihre Favoriten: Bei Felix Faeser war es „Harry Potter und der Gefangene von Askaban“ von Joanne K. Rowling, bei Marry-Ann Krüger mit Rick Riordans „Zeichen der Athene“ ein weiterer Fantasyroman, und Leonie Kerkhoff stellte den Juroren mit Lauren Childs „Ruby Redfort“ die jüngste Geheimagentin der Welt vor. Gewonnen hat Lars Grobelny, der es mühelos schaffte, seine Begeisterung für Liz Pichons „Tom Gates“ auf die Zuhörer zu übertragen und sich damit für die Endrunde der Schulsieger qualifiziert hat. Wir drücken ihm jetzt schon die Daumen.