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Abschlussfahrt nach Cuxhaven

Cuxhaven? Hechthausen! Ein Bericht von der Abschlussfahrt 2011

Nach neun Jahren voller „Qualen“, aber auch einigen Freuden, begab sich die 9a gemeinsam mit der 9b, alias Agnischocks Armee, am 4. Juli 2011 auf eine einwöchige Reise in die Selbstständigkeit. Das Reiseziel war der Geesthof in Hechthausen, den wir am Nachmittag nach diversen Stopps (z. B. bei Netto, um unsere Tiefkühlpizzavorräte anzulegen) erreichten. Zwangsläufig erstarrten einige nach dem Bezug der Häuser, als sie feststellten, dass sie zwar tonnenweise Pizza, die Häuser aber keine Backöfen besaßen. An diesem Tag etablierte sich die Wendung „Da wird doch die Pizza in der Pfanne verrückt“. Nachdem dieser Schock überwunden war, begannen unsere frischgebackenen Helden der Selbstständigkeit, die Wohnsituation ihrer Mitschüler auszukundschaften. Die 9a war im direkten Vergleich eindeutig im Vorteil und die 9b hat sich von dieser Niederlage nur schwer erholt. Auf die erste mehr oder weniger erquickliche Nacht folgte ein ordentliches Frühstück. Gestärkt machten wir uns auf den Weg nach Hamburg, wo wir während einer einstündigen Busrundfahrt die Vielseitigkeit dieser alten Hansestadt bewundern konnten. Schließlich wurden wir am ZOB auf die Stadt losgelassen und durften uns knapp sechs Stunden im Zentrum austoben. Die Rückfahrt verschob sich dann um eine Stunde und die Vorfreude auf ein weiteres „abwechslungsreiches“ Abendessen wurde immer größer.
Den Mittwoch begannen wir etwas später als den Dienstag und wurden von Julian, einem freundlichen Wattmenschen, im Watt willkommen geheißen. Unter den nie enden wollenden „Iiii“-Rufen der Mädchen und den Albernheiten der Jungen versuchte er uns die Eigentümlichkeiten des Wattenmeers nahezubringen. Das nächste Reiseziel hieß Cuxhaven, das wir recht schnell, vorbei an mancher kurios benannten Stadt, erreichten. Am Abend fanden wir uns dann alle zu einem gemütlichen Lagerfeuer zusammen, das sich bis weit über die für die Nachtruhe festgesetzte Zeit erstreckte.
Am Donnerstag war klar erkennbar, dass offenbar nicht alle die Nächte zum Erholen nutzten und dann stattdessen, zur Belustigung der anderen, lieber im Bus schliefen. In Bremerhaven teilte sich unsere Gruppe; die einen liefen durch die Stadt, die anderen, insgesamt zehn Schüler plus vier Lehrer, besuchten eine der Attraktionen Bremerhavens, das Klimahaus. Das große Areal bot manches zu entdecken: Ob man nun eine Weltumrundung entlang des achten Längengrades antrat, seine eigene Kohlendioxid-Bilanz ausrechnete oder einen Wetterbericht im Studio hielt; es hat sich gelohnt, dort hinzugehen. Als sich schließlich alle wieder eingefunden hatten, ging es zurück zum Geesthof, wo wir uns in unseren Abschluss-T-Shirts fotografierten. Danach kamen die Lehrer ihrer letzten Einladung zum Abendessen nach und es wurde Zeit, die Häuser in den ursprünglichen Zustand zu versetzen, die Koffer zu packen und sich auf die Heimreise vorzubereiten. Freilich wurde die letzte Nacht in Hechthausen noch weniger als die vorangegangenen zum Schlafen genutzt.
Am Morgen verluden wir schon mal die Koffer, bevor wir uns ein letztes Mal auf den Weg zu einem Ausflugsziel machten, und zwar zum Science-Center in Bremen. Nach etwa drei Stunden, die wir in den Teilbereichen „Kosmos“, „Erde“ und „Mensch“ verbrachten, stiegen wir ein letztes Mal in den Bus, bedeutend ruhiger als zu Beginn. Exakt um 18.00 Uhr bogen wir auf den Parkplatz ein, wo unsere Familien schon brennend darauf warteten, uns wieder in die Arme schließen zu können.
Zwar holte uns der Alltag bald wieder ein, doch nun begleiten uns ein paar schöne Erinnerungen mehr.

Kirsten Gerschermann, Klasse 9a

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Ab September Oberstufe: Die 9a und die 9b in Hechthausen (Bild: Foto-AG)