Abi 2012

Abicalypse now

WAZ 24.06.2012
Im Jahre 2012 soll die Welt ihr tragisches Ende finden, wenn es nach dem Maya-Kalender geht. 80 mutige Abiturientinnen und Abiturienten des Riesener-Gymnasiums lassen sich davon aber nicht beeindrucken. Unter dem Motto „Abicalypse – mit uns geht die Welt“ begingen sie am Freitag traditionell die Abiturentlassfeier im Neubau ihrer Schule.
Abi 2012

Abi Abschlussfeier am Riesener Gymnasium . Foto: Heinrich Jung WAZ FotoPool

Gottesdienst in der Christuskirche
Nach dem feierlichen Gottesdienst in der Christuskirche fanden sich die Noch-Schülerinnen und Schüler ein letztes Mal im Riesener-Gymnasium ein, um ihre Abiturzeugnisse entgegenzunehmen. Zu Wort kam neben Schulleiter Michael Nieswandt, der den Absolventinnen und Absolventen hervorragende Zukunftsaussichten bescheinigte, auch Stufenleiter Winfried Klutzny. Sein erster „eigener“ Abiturjahrgang habe es ihm immer leicht gemacht und er werde ihn in guter Erinnerung behalten, versicherte er den Schülern.
Bürgermeister Ulrich Roland stimmte die Abiturientia 2012 mit dem Songzitat „Tage wie diese“ von den Toten Hosen auf die Feierlichkeiten ein. Die übrige Musik war weniger punkig, Jazztrio und Schulchor verliehen der Veranstaltung den musikalischen Rahmen.
Die Abiturienten selbst sahen die Zeugnisübergabe mit „einem lachenden und einem weinenden Auge“, wie Julian Schwartmann (19) zugibt. „Es ist schon schade, dass die Zeit zu Ende geht“.
Das war Ihre schönste Zeit
Das meint auch Svenja Carina Weber (18), die aber auch gern nach vorn blickt: „Ich bin glücklich, dass nun ein neuer Abschnitt kommt.“
Alexander Haubold (19) zeigt sich erleichtert. „Man ist froh, alles gut hinter sich gebracht zu haben“, sagt er. Doch Bürgermeister Roland prophezeite ihnen allen schon jetzt: „Sie werden die Schulzeit als schönste Zeit im Leben irgendwann vermissen.“ Das weiß man oft erst viele Jahre später.
Am Samstagabend wurde dann noch einmal festlich Abschied gefeiert, kam der Abiturjahrgang 2012 ein letztes Mal zusammen: In Essen fand der Abiball statt. Nun werden sich die Abiturientinnen und Abiturienten in alle Welt verstreuen. Hoffentlich geht im Jahr 2012 mit ihnen nicht die Welt . . .
Sebastian Himmelseher