25 Jahre Tschernobyl

Am Donnerstag, dem 13.Oktober, um 8.10 Uhr traf sich die Klasse 8b vor dem Dietrich-Bonhoeffer-Haus, um sich die Wanderausstellung „25 Jahre Tschernobyl“ anzuschauen.

Die Klasse 8b mit Herrn Pismenskij, einem der damaligen Liquidatoren

Nachdem wir uns alle in einem Kreis um Herrn Pismenskij, einen Zeitzeugen, versammelt hatten, wurde uns von dem Atomunglück in Tschernobyl erzählt. In der Nacht vom 25. auf den 26. April 1986 ereignete sich um 1.00 Uhr Ortszeit in Block 4 des Kernkraftwerkes eine große Katastrophe. Ingenieure wollten einen Stromausfall simulieren, um zu schauen, ob die Notkühlung funktioniert. Allerdings stieg der Druck im Reaktor auf ein Vielfaches und brachte den Reaktor damit zur Explosion. Dabei entstand eine große radioaktive Wolke, die die ganze Umgebung um den Reaktorblock verseuchte. Alle Menschen im Umkreis von 30 Kilometern mussten evakuiert werden.
Herr Pismenskij war einer der Helfer, die von der Roten Armee geschickt wurden, um Schlimmeres zu verhindern. Er war Hubschrauberpilot und schüttete den Schutt, der aus Blei, Sand etc. bestand, über den Reaktor, um zu verhindern, dass noch mehr  radioaktive Strahlen austreten. Er war vom 27. April bis zum 6. Mai mit seinem Hubschrauber im Einsatz. Herr Pismenskij sagte: „ Äußerlich habe ich keine Schäden, aber mit den Jahren merke ich, wie die Folgen der Strahlen mich langsam einholen. Dies ist ein schleichender Prozess.“
Die Ausstellung war wie ein Kreis aus Stellwänden aufgebaut. Diese beinhalteten folgende Themen: Einführung (Wie alles passierte), Tschernobyl (Das Kraftwerk nach dem Unglück), Orte (Welche Orte alle evakuiert wurden), Menschen (Liquidatoren), Solidarität (Hilfsprojekte in Deutschland und anderen Ländern), Zukunft (Wie wird es in Tschernobyl und in den Städten die nächsten Jahre weitergehen?). Beeindruckende Fotografien von R. Ulbricht zeigten die Sperrzone 25 Jahre nach der Katastrophe.
Uns allen hat die Ausstellung sehr gut gefallen. Wir danken Frau Hildebrandt -Junge-Wentrup, die uns das Zeitzeugengespräch ermöglicht und damit einen Einblick in dieses schwere Unglück gegeben hat, so dass wir jetzt besser verstehen, was damals wirklich passiert ist.

Charlotte Bautz (Klasse 8b)